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Kiambiu-Couture –
Ausbildungsprogramm für Frauen Grundkurs im Schneidern für
HIV-positive alleinerziehende Mütter zur Existenssicherung |
Kiambiu-Couture –
Ausbildungsprogramm für Frauen
Der Unterricht findet in einem Gemeindezentrum in Kiambiu statt. Unsere Partnerorganisation Agenda Africa organisiert zusammen mit drei qualifizierten Ausbilder/inne/n den Kurs. Dafür schaffen sie mit der finanziellen Unterstützung durch justiceF 20 manuelle Nähmaschinen an, wodurch auch eine Unabhängigkeit von der unsicheren Versorgung mit Elektrizität sicher gestellt wird. Das Ausbildungsprogramm kostet pro Frau umgerechnet 150 Euro, darin enthalten sind – neben den Nähmaschinen – die Honorare der Ausbilder und die notwendigen Materialien wie Garne, Scheren, Nadeln, Knöpfe, Reißverschlüsse, Stifte, Hefte, Papier und Stoffe. |
Karte von Nairobi
mit Lage der drei größten informellen Siedlungen
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| Lebenssituation der
Teilnehmerinnen Alle teilnehmenden Frauen sind alleinerziehend und / oder HIV-positiv und hatten bisher keine Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen oder eine feste Arbeitsstelle zu bekommen. Ihr Lebensumfeld und das ihrer Kinder – der Slum von Kiambiu – liegt circa fünf Kilometer östlich des Zentrums von Nairobi. Er grenzt an den Militärflughafen und ist eines der jüngeren Nairobier Elendsviertel. Der Name des Stadtteils kommt von dem Swahili-Begriff mbio mbio, der soviel bedeutet wie „auf der Flucht sein“. Das Leben der Menschen, die hier wohnen, ist von wirtschaftlicher Armut, Kriminalität, Mangel an Trinkwasser
und Hygiene, ausbeuterischen Mietverträgen für viel zu enge
Behausungen und von fehlendem Abfallmanagement geprägt. Hier leben auf
circa fünf Quadratkilometern um die 45.000 Menschen, meist in
Wellblechhütten. Von ihnen sind, Schätzungen zufolge, über ein Viertel
HIV-positiv (laut WHO liegt die Häufigkeit von HIV-Infektionen in der
gesamten kenianischen Bevölkerung zwischen 7,1 und 8 Prozent).Frauen, die mehrere Kinder alleine versorgen und zudem HIV-positiv sind, haben noch weniger Chancen eine Ausbildung und damit eine feste bezahlte Arbeitsstelle zu finden als sie der „durchschnittliche“ Slumbewohner sowieso schon hat. Agenda Africa und justiceF möchten diesen Frauen und ihren Kindern die Möglichkeit geben, ein menschenwürdigeres und selbstbestimmteres Leben zu führen. Mit Hilfe einer Schneider-Ausbildung können die Frauen nach Abschluss des Kurses nach Einschätzung unserer Partnerorganisation 50 bis 100 Euro monatlich verdienen und so nicht nur die Lebenshaltungskosten bestreiten, sondern auch ihren Kindern eine kontinuierliche Schulbildung ermöglichen. Haben Sie Fragen zu diesem Projekt? Wenden Sie sich bitte an Christine Idems (christine.idems(AT)justiceF.org). © by justiceF 2009 |